HPV Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs

Fast jeder hat schon einmal von HPV gehört. Aber was ist HPV genau? Sind HP-Viren gefährlich? Wen und wie kann die HPV Impfung vor einer schweren Erkrankung schützen? Wie hoch sind die Kosten der HPV Impfung? Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick rund um das Thema HPV und HPV Impfung.

Humane Papillomaviren auch HP-Viren oder HPV sind mikroskopisch kleine Partikel, die sich im menschlichen Organismus vermehren können. Inzwischen sind mehr als 200 Typen von HP-Viren bekannt. Manche Typen sind harmlos und eine Infektion bleibt ganz ohne Folgen oder löst ungefährliche Genitalwarzen aus. Andere Virusstämme können dagegen bösartige Gewebsveränderungen hervorrufen. Der häufigste Krebs im Zusammenhang mit HP-Viren ist der Gebärmutterhalskrebs. Die HPV Impfung bietet einen hohen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs.

Wie wird HPV übertragen?

Am häufigsten werden HP-Viren durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Die HPV Infektion zählt somit zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Ansteckung ist weitverbreitet. Es wird angenommen, dass vier von fünf Menschen sich im Laufe ihres Lebens mit dem HP-Virus infizieren. Betroffen sind vor allem junge Frauen und Männer unter 30, da statistisch diese Altersgruppe sexuell aktiver ist und den Partner häufiger wechselt. Da viele HPV-Infektionen symptomlos verlaufen, merken Betroffene oft gar nichts von der Ansteckung. Bei intaktem Immunsystem heilt die Infektion vielfach von selbst wieder aus. Allerdings können sich infolge einer Infektion mit einem HPV Hochrisikotypen auch Krebsvorstufen entwickeln. Dann ist es wichtig, dass die Infektion von einem Gynäkologen im Auge behalten wird.

Wie merke ich, dass ich an HPV erkrankt bin?

Wie erwähnt, verlaufen Infektionen mit HPV zunächst symptomlos. Manche Niedrigrisikotypen von HP-Viren können Genitalwarzen (auch Feigwarzen oder Kondylome genannt) auslösen. Das sind stecknadelgroße, flache, rote Warzen, die an Scheide, Penis, Anus auftreten können. Genitalwarzen sind zwar oft unangenehm jedoch harmlos. Dennoch sollten Feigwarzen vom Gynäkologen behandelt und beobachtet werden. Gerne beraten wir Sie hierzu bei einem Termin.
Krebsvorstufen, die durch eine Infektion mit HPV Hochrisiko-Typen ausgelöst werden, lassen sich durch einen PAP-Abstrich, der einmal jährlich beim Frauenarzt durchgeführt werden sollte, nachweisen. Werden Krebsvorstufen rechtzeitig erkannt, kann das Risiko einer schweren Erkrankung minimiert werden. Aus diesem Grund ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen sehr wichtig.
HP-Viren lassen sich auch durch einen HPV-Test bzw. einer HPV-Typisierung bestimmten. Ab 30 wird empfohlen, diesen Test alle drei Jahre durchführen zu lassen. Leider werden die Kosten für den HPV-Test nur bei Auffälligkeit des PAP-Abstichs von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten sind jedoch überschaubar. Wir beraten Sie gerne, ob die Durchführung einer HPV-Typisierung für Sie sinnvoll ist und führen den Test gegebenenfalls in der Ordination durch.

Wie kann ich mich vor HPV schützen?

Geschützter Geschlechtsverkehr mit Kondom kann das Risiko, an HPV zu erkranken reduzieren, jedoch nicht ausschließen. Einen zuverlässigen Schutz vor einer Krebserkrankung im Ano-Genitalbereich und vor Genitalwarzen bietet die HPV Impfung. Die Impfung enthält jene neun HP-Virentypen, die am Häufigsten derartige Erkrankungen verursachen. Das Risiko an Krebs zu erkranken, kann durch die HPV Impfung um 90 Prozent reduziert werden.

Wer sollte sich gegen HPV impfen lassen? Was kostet eine HPV Impfung?

Den größtmöglichen Nutzen bietet die Verabreichung der HPV Impfung vor Aufnahme der sexuellen Aktivität. Daher sieht der österreichische Impfplan eine kostenfreie Impfung für Mädchen und Buben zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr vor. Im Rahmen einer Nachhol-Impfaktion besteht die Möglichkeit, sich bis zum vollendeten 15. Lebensjahr (während der Corona-Pandemie bis zum vollendeten 16. Lebensjahr) zum vergünstigten Selbstkostenpreis nachimpfen zu lassen. Die Nachhol-Impfaktion soll aktuell ausgeweitet werden. Bis spätestens Anfang 2022 wird es möglich sein, die vergünstigte HPV Impfung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr verabreicht zu bekommen.

HPV Impfung für Frauen über 18

Die HPV Impfung ist jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt noch sinnvoll Studien haben gezeigt, dass die Impfung auch im Erwachsenenalter noch einen sehr effektiven Schutz gegen eine durch HP-Viren verursachte Krebserkrankung bietet. Laut der aktuellen Leitlinie der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe wird die Impfung allen Frauen bis zur Vollendung des 45. Lebensjahres empfohlen. Allerdings übernimmt die Österreichische Gesundheitskasse für eine im Erwachsenenalter verabreichte Impfung nur dann die Kosten, wenn bei der Frau bereits mittels einer sogenannten Konisation auffälliges Gewebe am Gebärmutterhals entfernt wurde.

Gerne beraten wir Sie individuell, ob eine HPV Impfung für Sie empfehlenswert ist.
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Sehr geehrte Patientinnen,

wir haben für Sie unsere Ordination Montag bis Freitag vormittags und nachmittags geöffnet. 

Auch Vorsorgeuntersuchungen sind uneingeschränkt möglich.

Wir achten bei der Terminvergabe auf möglichst geringe Wartezeiten.

Ab 19.5.2021 ist das Mitnehmen einer Begleitperson, unter den bekannten Vorraussetzungen (G3 – geimpft, genesen, getestet) wieder erlaubt.

Weiterhin ist das Tragen einer FFP2 Maske verpflichtend.   (Ausnahme: Schwangere FFP1) 

Für Rezepte, Überweisungen und Befundnachfragen kontaktieren Sie uns bitte während unserer Ordinationszeiten auch telefonisch.

Ihr Ordinationsteam,
Dr. Vavra