CA 125 als Prognosefaktor für das Überleben bei Patientinnen mit epithelialen Ovarialkarzinomen des FIGO-Stadium I – preliminäre Ergebnisse

F. Nagele, Chr. Kurz, P. Speiser, N. Vavra, P. Sevelda

Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien, Abteilung für Spezielle Gynäkologie, Wien, Österreich

Zusammenfassung

Der Tumormarker CA 125 hat sich in der Verlaufsbeobachtung und Therapiekontrolle von Patientinnen mit epithelialen Ovarialkarzinomen im klinischen Alltag etabliert. Für die Früherkennung der Erkrankung erscheint dieser Serummarker aufgrund seiner zu geringen Sensibilität ungeeignet. In der Absicht, ein mögliches Entscheidungskriterium für jene Subgruppe von Stadium I-Patientinnen zu finden, für die eine adjuvante Chemotherapie einen Benefit bedeuten würde, haben wir in der vorliegenden Studie den prognostischen Einfluß präoperativer CA 125-Serumwerte auf das Überleben von Patientinnen mit epithelialen Ovarialkarzinomen des FIGO-Stadium I untersucht. Unsere Ergebnisse zeigen, daß diesem Tumormarker prognostische Bedeutung zukommen könnte. Eine 5-Jahres-Überlebensrate von nur 43 % definiert markerpositive Fälle als prognostisch ungünstiges, therapiebedürftiges Kollektiv. Da die Entscheidung zur Nachbehandlung in diesem potentiell heilbaren Frühstadium von zahlreichen Faktoren abhängt und eine individuelle Therapieplanung das Überleben verbessern könnte, sollte der prognostische Einfluß von CA 125 und seine Beziehung zu anderen Prognosefaktoren an größeren Patientenzahlen im Rahmen einer multivariaten Analyse überprüft werden.

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