Melanome der Vulva | Bericht über 12 Fälle

N. Vavra1, M. Seifert1, K. Czerwenka1, H. Pehamberger2, H. Kucera1, K. Weghaupt1

1 Ordinariat für gynäkologische Strahlentherapie der Universität Wien (Vorstand: Prof. Dr. W. Weghaupt)
2 I. Universitäts-Hautklinik Wien (Vorstand: Prof. Dr. K. Wolff)

Zusammenfassung

In der vorliegenden retrospektiven Studie werden 12 Fälle von Vulvamelanomen vorgestellt, die zwischen 1977 und 1987 einer Vulvektomie unterzogen wurden. 6 Patientinnen waren jünger als 55 Jahre, die 6 übrigen Patientinnen waren alle über 69 Jahre alt. In der jüngeren Altersgruppe leben drei Frauen (31 Mon., 44 Mon., 116 Mon.), drei verstarben am Tumor. In dem Patientenkollektiv über 69 Jahre verstarben 4 am Tumor, eine Patientin gilt als verschollen, eine weitere verstarb interkurrent. In 9 Fällen handelte es sich um tiefer infiltrierende Tumore (Clark-Level IV und V), nur in 2 Fällen lag ein Clark-Level von II vor, in einem Fall ist der Clark- Level nicht bekannt. Dies korreliert mit der Prognose, so überlebte nur eine Patientin mit einer tieferen Tumorinfiltration, hingegen beide Patientinnen mit einem Clark- Level II. Es wird auf die Wichtigkeit der frühzeitigen Diagnose der Vulvamelanome hingewiesen und deshalb eine genaue Inspektion der Vulva auch bei der jüngeren Frau im Rahmen der gynäkologischen Routineuntersuchung gefordert.

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