PAP IV in der Schwangerschaft – eine retrospektive Multizenterstudie

A. Rosen1, M. Klein1, N. Vavra2, G. Gitsch3, S. Karasegh1, A. Schröck4, M. Stiegelbauer5, S. Romig6

1 Hanusch-Krankenhaus Wien (Univ.-Prof. Dr. A. Beck)
2 I. Univ.-Frauenklinik (Univ.-Prov. Dr. E. Gitsch)
3 II. Univ.-Frauenklinik (Univ.-Prof. Dr. H. Janisch)
4 Wilhelminenspital Wien (Univ.-Prof. Dr. K. Baumgarten)
5 Semmelweisklinik Wien (Univ.-Prof. Dr. P. Wagenbichler)
6 Krankenhaus Lainz Wien (Univ.-Prof. Dr. S. Leodolter)

Zusammenfassung

Die Abklärung eines positiven zytologischen Befundes in der Schwangerschaft insbesonders bei PAP IV mittels Konisation stellt den Arzt immer wieder vor eine schwere Entscheidung. In einer retrospektiven Untersuchung sollte das Vorgehen bei PAP IV in der Schwangerschaft analysiert werden. Es wurden 63 Patienten von 6 Schwerpunktkrankenhäusern des Großraumes Wien in der Zeit vom 1.1.1985 – 1.4.1990 in diese Studie aufgenommen. In 30 Fällen wurde in der Schwangerschaft konisiert im Vergleich zu 33 Fällen nach Schwangerschaftsbeendigung. In diesen beiden Gruppen zeigte die histologische Aufarbeitung die Verteilung von Karzinomen des Stadium la, Ca in situ sowie leichter, mittelschwerer und schwerer Dysplasie (CIN I, CIN II, CIN III) ohne einen statistisch signifikanten Unterschied. Eine deutliche Häufung von Geburten vor der 35. SSW fand sich bei Frauen, die in der Schwangerschaft konisiert wurden. Besonders ungünstig waren dabei Konisationen, die nach der 16. SSW durchgeführt wurden. Das konservative Vorgehen – gezielte Biopsie unter kolposkopischer Kontrolle mit postpartaler Konisation – zeigte sich wegen eines günstigeren fetal out-come bei gleicher Sicherheit, es wurde nie ein Stadium Ib übersehen, überlegen.

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