Zur Bedeutung von Prostaglandin F2 alpha und Oxytocinplasmaspiegel bei Patientinnen mit vorzeitigen Wehen

N. Vavra1, P. Sevelda1, R. Fitz1, W. Eppel1, A.-R. Fuchs2, F. Fuchs2, P. Husslein1

1 I. Univ. Frauenklinik Wien (stellvertr. Vorstand: Prof. Dr. E. Kubista)
2 Department of Obstet, and Gynecol., Cornell University Medical College, New York

Zusammenfassung

In einer prospektiven Studie wurden bei 46 Schwangeren mit vorzeitigen Wehen zwischen der 20. und 34. Schwangerschaftswoche die Prostaglandin F2 alpha (PGFM)- und Oxytocinplasmaspiegel vor, und 12 Stunden nach Beginn der Tokolyse, erhoben. Patientinnen mit einem vorzeitigen Blasensprung und/oder Zeichen einer amnialen Infektion wurden nicht in diese Studie aufgenommen. Als Kontrollgruppe dienten 9 Schwangere mit entsprechender Schwangerschaftsdauer ohne Hinweise auf eine vorzeitige Wehentätigkeit. Patientinnen mit vorzeitigen Wehen hatten gegenüber dem Vergleichskollektiv signifikant erhöhte PGFM-Werte (bei Aufnahme: p = 0,0007; nach 12 Stunden Tokolyse: p = 0,004) und grenzwertig signifikant erhöhte Oxytocinwerte (nach Aufnahme: p = 0,05; nach 12 Stunden: p = 0,05). Bei 5 Patientinnen mit vorzeitigen Wehen wurde erfolglos tokolysiert, d.h. es kam innerhalb von 5 Tagen nach Tokolysebeginn zum Abortus, bzw. zu einer Frühgeburt, während bei 41 Schwangeren die Wehen erfolgreich gehemmt wurden. Weder aus der Höhe der PGFM- und Oxytocinspiegel, noch aus deren Verlauf im Rahmen der Wehenhemmung, kann eine prognostische Aussage über den Erfolg der Wehenhemmung getroffen werden.

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