Haarausfall bei Eisenmangel stoppen: So unterstützen Sie Ihren Körper

Sie fragen sich in letzter Zeit, warum Ihr Haar plötzlich dünner ist und vermehrt ausfällt? Vielleicht passiert das gepaart mit einem allgemein verschlechterten Wohlbefinden? Ein Eisenmangel könnte hinter dem allen stecken: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel und Herzklopfen sind ein paar weitere Symptome, die darauf hinweisen könnten.

Lesen Sie in unserem Blog-Beitrag, wie ein Eisenmangel zu Haarausfall führen kann und wie sich insbesondere mit der richtigen Ernährung Eisenmangel vermeiden und behandeln lässt. Von der Erkennung eines Eisenmangels bis hin zu effektiven Tipps zur Unterstützung Ihres Körpers und Ihres Haares – wir zeigen Ihnen, wie Sie Haarausfall bei Eisenmangel stoppen können!

Ursachen von Haarausfall durch Eisenmangel

Um den Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Haarausfall verstehen zu können, ist es sinnvoll, sich in einem ersten Schritt die wichtige Rolle, welche Eisen im Körper spielt, ins Gedächtnis zu rufen.

Dieses lebenswichtige Spurenelement ist für viele Funktionen im Körper grundlegend: Vom Transport von Sauerstoff, über die Unterstützung des Immunsystems bis hin zur Produktion von Enzymen und Hormonen.

  • Eisen trägt zur Bildung von Hämoglobin und roten Blutkörperchen bei. Hämoglobin ist unter anderem verantwortlich für den Sauerstofftransport zu den Geweben und Organen. Ohne ausreichend Eisen kann der Körper nicht genügend Hämoglobin produzieren, was zu Eisenmangelanämie führen kann.
  • Eisen spielt eine tragende Rolle bei der Energiegewinnung. Es ist ein wichtiger Bestandteil von Enzymen, die, an biochemischen Reaktionen beteiligt, notwendig für den Energiestoffwechsel sind. Eisen hilft bei der Umwandlung von Nährstoffen wie Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen in Energie.
  • Eisenträgt zur normalen Funktion des Immunsystems bei: Es spielt eine Rolle bei der Aktivierung und Funktion von Immunzellen, die den Körper vor Infektionen schützen. Eisenmangel kann daher die Immunantwort schwächen und die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen.
  • Des Weiteren ist Eisen wichtig für neurologische Entwicklungen und Funktionen. Es wird für die Produktion von Neurotransmittern benötigt, die an der Übertragung von Signalen im Gehirn beteiligt sind. Eisenmangel kann zu kognitiven Beeinträchtigungen und Entwicklungsstörungen führen, insbesondere bei Kindern.

Und Eisen ist Hauptbestandteil des Eiweißes, das die Haarfollikel bildet. Gibt es also einen Mangel, werden die Haarfollikel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt, was schließlich zu Haarausfall führen kann.

Haarausfall ist das erste Symptom von Eisenmangel

Leidet der Körper unter einem Eisenmangel, werden lebenswichtige Funktionen mit der Versorgung durch die noch verfügbaren Eisenreserven priorisiert. So wird bei einem latenten Eisenmangel die Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln reduziert, was dünnes, brüchiges und sprödes Haar verursachen kann und in einigen Fällen auch Haarausfall. Hält der Eisenmangel an, kann er sich weiterhin durch folgende Symptome bemerkbar machen:

  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Schwäche
  • Schwindel
  • Kurzatmigkeit
  • Ohrensausen
  • Anstieg von Infektionskrankheiten
  • Konzentrationsstörungen

Die gute Nachricht dabei: Haarausfall bei Eisenmangel ist in der Regel reversibel. Ist der Eisenmangel erst behoben und die Eisenreserven des Körpers aufgefüllt, kann das Haarwachstum wieder hergestellt werden.

Die Ursachen von Eisenmangel bei der Frau

Doch woher kann eigentlich ein Eisenmangel stammen? Bei jungen Frauen liegt die Hauptursache für Eisenmangel in erster Linie bei menstruationsbedingtem Blutverlust. Ist die Regelblutung ungewöhnlich stark, kann das monatlich zu einem schleichenden Verlust von Eisen führen. Darüber hinaus kann während der Schwangerschaft und der Stillzeit ein erhöhter Eisenbedarf auftreten.

  • Starke Periode: Bei normaler Stärke der Regelblutung verliert eine Frau zwischen 2,5 – 40 mg. Eisen im Monat, das durch eine ausgewogene Ernährung wieder aufgenommen werden kann. Bei ungewöhnlich starker und langanhaltender (7 Tage) Regelblutung steigt das Risiko auf einen Eisenmangel: Ein Verlust von bis zu 100 mg. Eisen ist kaum mehr mit der Ernährung abzudecken. In einem solchen Fall ist es sinnvoll, Ihren Gynäkologen aufzusuchen, da eventuell eine medikamentöse Behandlung zur Reduktion des Blutverlustes sowie Eisentabletten gegen Haarausfall notwendig sein werden.  
  • Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft verdoppelt sich der Eisenbedarf der Frau. Eisen wird zum Beispiel zur Bildung der Plazenta oder zur Versorgung des heranwachsenden Kindes benötigt.
  • Stillzeit: Auch nach der Geburt herrscht ein erhöhter Eisenbedarf. Durch den Blutverlust während der Geburt wird die Stillzeit schon mit einem Eisenmangel eingeleitet. Darüber hinaus werden der Mutter beim Stillvorgang Spurenelemente wie Eisen entzogen, um sie an das Kind weiterzugeben.
  • Ernährung: Da der Körper Eisen über die Nahrung aufnehmen muss, kann ein Eisenmangel durch einseitige Ernährung entstehen. Besonders bei vegetarischen und veganen Ernährungsformen ist Vorsicht geboten. Denn obwohl es auch pflanzliche Eisenlieferanten gibt, wird tierisches Eisen vom menschlichen Körper besser verwertet. Darüber hinaus gibt es einige Stoffe in Pflanzen, die eine Eisenaufnahme hemmen.

So können Sie Haarausfall bei Eisenmangel stoppen

Eine Unterversorgung mit Eisen kann zu dünnem, sprödem Haar und Haarausfall führen. Um einem möglichen Eisenmangel entgegenzuwirken oder einen schon vorhandenen auszugleichen, kann man in erster Linie auf eine eisenreiche Ernährung achten. Ergänzungsmittel wie Eisenpräparate oder Eisenverbindungen können ebenfalls eingenommen werden. Das sollte jedoch, um die Aufnahme über das vom Körper benötigte Maß hinaus zu vermeiden, nur unter Aufsicht eines Arztes passieren.

Lebensmittel mit hohem Eisengehalt:

  • Haferflocken
  • Linsen
  • Bohnen
  • Vollkornprodukte
  • rotes Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Spinat
  • Kürbiskerne

Eine ausgewogene Ernährung gegen Eisenmangel

Eisenmangel kann eine Reihe unerwünschter gesundheitlicher Auswirkungen nach sich ziehen. Das erste Symptom ist in der Regel Haarausfall und/oder eine Abnahme der Haarqualität. Unbehandelt folgen weitere Symptome und Einschränkungen des Wohlbefindens, da Eisen bei so wichtigen Körperfunktionen, wie zum Beispiel dem Transport von Sauerstoff, eine tragende Rolle spielt. Symptome von Eisenmangel erstrecken sich von einer generellen Müdigkeit über eine allgemeine Konzentrationsschwäche bis hin zu Schwindel, Kurzatmigkeit und einer Anfälligkeit auf Infektionskrankheiten. 

In vielen Fällen ist ein Eisenmangel durch eine einfache Ernährungsumstellung gut in den Griff zu bekommen und hinterlässt auch keine bleibenden Schäden. Im Zweifel sollten Sie jedoch Ihren Gynäkologen aufsuchen, um abzuklären, ob eine medikamentöse Behandlung zum Beispiel in Form einer Eisensubstitution notwendig ist. Dazu stehen wir Ihnen bei einem persönlichen Termin gerne zur Verfügung.

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